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Held: Einst Außenbahn, jetzt Außendienst :: DFB

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Siggi Held gehörte 1966 zu den Helden von Glasgow, im selben Jahr wurde mit der Nationalmannschaft Vizeweltmeister. Und hat auch mit Anfang 70 jede Menge zu tun. Als Fan-Beauftragter von Borussia Dortmund ist er im ganzen Land unterwegs. Alles für den Klub. Und dass er mal ein Heimspiel des BVB verpasst, kommt im Grunde nie vor.

Der Dienstwagen steht bereit. Das offizielle Outfit, der Anzug mit dem BVB-Wappen, ist angelegt. Wenn Borussia Dortmund samstags in der Bundesliga ein Auswärtsspiel bestreitet, dann geht auch Siggi Held (72) auf Tour. Als ehrenamtlicher Fan-Beauftragter des Klubs. Zum Beispiel nach Lübbecke-Gehlenbeck.

Acht Jahre hat er für Borussia Dortmund in der Bundesliga gespielt. Von 1965 bis 1971 und dann noch mal zwei Spielzeiten von 1977 bis 1979. Seit 1977 wohnt Held in Dortmund, hat von dort immer wieder die Aktivitäten während der letzten Jahre seiner Profi-Karriere und die folgenden Stationen seiner Trainerlaufbahn in Angriff genommen.

70- bis 80-mal im Jahr ist Held als BVB-Repräsentant unterwegs

"In Dortmund bin ich mit meiner Familie heimisch geworden. Und die Borussia ist mir ans Herz gewachsen. Deshalb unterstütze ich die Bemühungen des Vereins mit besten Kräften, wenn es darum geht, die Fan-Kultur beim BVB zu pflegen und zu fördern", sagt der ehemalige Nationalspieler, der Anfang 2007 den ihm angebotenen Job des Fan-Beauftragten bei Borussia Dortmund übernahm. Bei dem Verein, in dem er als Ehrenmitglied und Angehöriger des Ältestenrats zusätzlich tief und fest verwurzelt ist.

Zwischen 70- und 80-mal fährt er Jahr für Jahr hinaus ins weite Land der BVB-Anhängerschaft und erledigt seinen Job als Botschafter und Repräsentant des Vereins. Als Stargast in Borghorst bei Münster zum Beispiel, wo der dortige BVB-Fan-Club Steinfurt sein Winterfest feierte. Oder in einer Schule im benachbarten Lünen, wo er als Schiedsrichter das Fußballspiel eines Jugendteams aus Namibia gegen eine örtliche Schulauswahl leitete. Oder weit entfernt bei Fan-Clubs am Bodensee, in Belgien und auf Norderney. Bei Gründungsfeierlichkeiten, Jubiläen, Ehrungsabenden. Oder eben im Gasthaus Blase in Lübbecke-Gehlenbeck.

"Mir machen diese Auftritte wirklich großen Spaß. Weil sich die Fans unglaublich freuen, wenn sie mit einem von ihrem Verein diskutieren, feiern und zusammen sein können", sagt Held. Selbstverständlich wollen die meisten wissen, wie es damals war, als er von Kickers Offenbach nach Dortmund kam und dort große Zeiten miterlebte. So war diese Reise zum Fanclub nach Gehlenbeck speziell für Held, den Dortmunder Fan- und Nostalgie-Beauftragten, eine Reise in die Vergangenheit.

Geschichten aus dem Fußballer-Leben

„Route 66“, so nennt sich der dortige Fan-Club in Erinnerung an Dortmunds Europacup-Triumph im Wettbewerb der Pokalsieger im Mai 1966 gegen den FC Liverpool. Am damaligen 2:1-Sieg in Glasgow hatte Held, der mit Lothar Emmerich und Stan Libuda eine legendäre Angriffsreihe bildete, als Schütze des Führungstors maßgeblichen Anteil.

Ohnehin war jene Saison 1965/66 die wohl denkwürdigste seiner Karriere. Ein persönlicher Katapultstart in der Bundesliga und bei der Nationalmannschaft. Damals konnte er den ersten Europapokalgewinn einer deutschen Mannschaft feiern. Und er wurde auch Deutscher Vizemeister sowie Vizeweltmeister bei der WM in England, woran er wegen der so knapp und unglücklich verpassten Titel eher mit gemischten Gefühlen zurückdenkt.

Authors: DFB

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