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Steffen Baumgart: "Ismaël überlässt nichts dem Zufall"

fcn.de: Herr Baumgart, Sie absolvieren im Moment im Zuge ihrer Trainerausbildung eine Hospitanz beim 1. FC Nürnberg. Wie gefällt es Ihnen beim Club?

Steffen Baumgart: Ich freue mich, hier sein zu dürfen. Die Aufgabe ist interessant. Die Bedingungen sind sehr gut, das gesamte Trainerteam ist sehr nett. Ich selbst habe als Spieler nicht bei einem solch großen Verein gespielt. Daher ist es für mich schön, hinter die Kulissen des 1. FC Nürnberg zu blicken.

fcn.de: Sie haben nie beim Club gespielt. Warum kamen Sie nun ausgerechnet auf den 1. FC Nürnberg?

Steffen Baumgart: Mehrere Aspekte waren ausschlaggebend. Zum einen wollte ich gerne meinen Horizont erweitern, nachdem ich als Spieler vorwiegend bei ostdeutschen Vereinen gespielt habe. Über Valérien Ismaël und seine Arbeitsweise habe ich im Vorfeld viel Positives gehört. Außerdem kannte ich Wolfgang Wolf bereits aus meiner Zeit bei Hansa Rostock.

fcn.de: Kannten Sie Valérien Ismaël auch schon zuvor?

Steffen Baumgart: Nein, persönlichen Kontakt mit ihm hatte ich nicht. Nach meiner Anfrage hat er kurz überlegt, immerhin ist er selbst auch noch relativ neu beim Club. Valérien war aber sofort bereit, mich für die drei Wochen im Trainerteam zu integrieren, immerhin hat er auch solche Praktika absolviert.

fcn.de: Nun sind zwei von drei Wochen bereits vorbei. Wie fällt ihr Zwischenfazit aus?

Steffen Baumgart: Valérien Ismaël und das gesamte Trainerteam arbeiten sehr professionell. Es findet ein reger Austausch im Trainerteam statt. Athletiktrainer, Torwarttrainer und Co-Trainer, alle ziehen an einem Strang. Die Trainingseinheiten werden immer gemeinsam abgesprochen. Das Training und die Vorbereitung auf die Spiele sind nicht nur für eine Woche geplant, sondern langfristig angelegt. Da kann ich für meine spätere Arbeit durchaus einiges mitnehmen.

fcn.de: Und was schätzen Sie an Valérien Ismaëls Arbeit besonders?

Steffen Baumgart: Er selbst macht sich sehr viele Gedanken und arbeitet sehr akribisch. Er ist hochkonzentriert und überlässt nichts dem Zufall. Er hinterfragt immer wieder Dinge, allerdings auf eine positive Art und Weise. Das macht sich auch bei den Spielern bemerkbar. Man sieht ihnen an, dass sie gerne auf den Platz gehen und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man als Spieler unter solchen Bedingungen natürlich lieber arbeitet. Die aktuelle Situation ist nicht einfach. Umso dankbarer bin ich, dass ich hier sein darf.

fcn.de: Am vierten Spieltag steht für den Club das Auswärtsspiel bei Union Berlin an. Sie haben selbst einst für Union gespielt. Worauf wird es für den Club ankommen?

Steffen Baumgart: Es ist für beide Mannschaften ein richtungsweisendes Spiel. Der 1. FC Union Berlin hat noch kein Spiel verloren, aber ebenfalls nur drei Punkte auf dem Konto. Die Stimmung im Stadion ist immer gut, die Zuschauer stehen 90 Minuten hinter der Mannschaft. Das weiß man aber auch im Vorfeld und kann sich darauf vorbereiten. Ich erwarte ein kampfbetontes Spiel. Es wird nicht einfach, aber der Club kann durchaus mehr als einen Punkt holen.

fcn.de: Beim letzten Aufeinandertreffen beider Teams gab es ein 5:3 für den Club, bei dem auch Sie getroffen haben. Wie eng ist der Kontakt noch zum 1. FC Union Berlin?

Steffen Baumgart: Ich wohne noch in Berlin Köpenick und schaue mir auch ein Spiel an, wenn sich die Möglichkeit dazu ergibt. Zudem spiele ich ja auch noch in der Traditionsmannschaft. Klar, dass eine gewisse Nähe zum Verein vorhanden ist.

fcn.de: Das heißt, Sie können Tipps geben?

Steffen Baumgart: Naja, ich habe einige Spiele vom 1. FC Union Berlin gesehen und unterhalte mich mit dem Nürnberger Trainerteam auch über die Stärken und Schwächen. Aber ich bin zwar nahe am Verein dran, aber nicht an der Mannschaft.

fcn.de: Abschließend erlauben Sie noch die Frage, was Sie zukünftig mit dem Trainerschein planen?

Steffen Baumgart: Ich wollte schon immer Trainer werden und möchte dieses Ziel zunächst einmal erreichen. Daher mache mir jetzt noch keine Gedanken, zu welchem Zeitpunkt ich, wo Trainer sein will. Ich weiß, wie schwer der Weg in die Bundesliga ist, da es dort nur wenige Vereine und somit wenige Trainerplätze gibt. Ich freue mich, dass ich aktuell hier beim 1. FC Nürnberg dabei sein darf. Alles weitere wird man sehen.

Authors: 1. FC Nürnberg

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