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DFB - Deutscher Fußball-Bund e.V.

Ibertsberger (r.): "Will ein Vorbild sein"

Er spielte gegen David Beckham, Wayne Rooney und viele Größen vergangener Fußballjahre. Jetzt ist Andreas Ibertsberger in der Regionalliga Südwest gelandet. Als Co-Trainer der Zweitvertretung der TSG 1899 Hoffenheim unternimmt der langjährige Profi seine ersten "Gehversuche" im Trainergeschäft.

Unter anderem in 81 Bundesliga-Spielen (für den SC Freiburg und die TSG 1899 Hoffenheim), in 91 Zweitliga-Partien sowie 14 A-Länderspielen für Österreich sammelte der mittlerweile 31-Jährige unzählige Erfahrungen im Profibereich. Diese möchte er nun an die U 23 der Kraichgauer weitergeben. Mit dem 95er-Jahrgang, der erst vor knapp zwei Wochen Deutscher A-Junioren-Meister wurde, rücken einige hoffnungsvolle Talente in den Regionalliga-Kader, denen Ibertsberger auf ihrem weiteren Weg helfen will.

Im aktuellen DFB.de-Interview mit Carsten Neuhaus spricht Andreas Ibertsberger über seinen neuen Job als Co-Trainer, über die Ziele mit der Hoffenheimer Zweitvertretung und die Zusammenarbeit mit dem Cheftrainer Marco Wildersinn.

DFB.de: Nach einem Jahr ohne Verein sind Sie nun als Co-Trainer der U 23 der TSG 1899 Hoffenheim wieder ins Fußballgeschäft eingestiegen. Wie groß ist die Erleichterung, nach einer so langen Zeit wieder auf dem Platz zu stehen, Herr Ibertsberger?

Andreas Ibertsberger: Es ist natürlich ein schönes Gefühl, wieder mit einer Mannschaft zu arbeiten und sich auf den Fußball konzentrieren zu können.

DFB.de: Wie haben Sie die unfreiwillige Freizeit genutzt?

Ibertsberger: Ich habe mich im ersten halben Jahr mit einem Fitnesstrainer und mit Laufeinheiten alleine fit gehalten. Außerdem habe ich im April eine Ausbildung zum Fitnesstrainer begonnen, die ich jetzt aber wegen des Jobs in Hoffenheim nicht fortführen werde.

DFB.de: Sie sind erst 31 Jahre. War eine Fortsetzung Ihrer aktiven Spielerkarriere kein Thema mehr?

Ibertsberger: Ich wollte eine Aufgabe, die mich zu 100 Prozent überzeugt. Außerdem stand für mich schon seit einiger Zeit fest, dass ich nicht mehr so weit weg von meiner Familie in Heidelberg sein will. Passende Angebote in der Umgebung haben sich aber nicht ergeben.

DFB.de: Wie schwer fiel es Ihnen, Ihre aktive Karriere zu beenden?

Ibertsberger: In den vergangenen zwei Jahren stand ich lediglich eine halbe Saison beim MSV Duisburg unter Vertrag. Sonst war ich ohne Verein und habe mich selbst fit gehalten. Daher kam das Karriere-Ende für mich nicht ganz überraschend. Trotzdem trauert jeder Fußballer kurz, wenn die Zeit als Spieler dann wirklich endet.

DFB.de: Wie kam die Konstellation mit Ihnen als Co-Trainer zu Stande?

Ibertsberger: Nachwuchsdirektor Bernhard Peters und ich kannten uns noch aus den gemeinsamen Zeiten in Hoffenheim. Das Verhältnis zwischen uns war immer gut. Bei einem Telefonat entwickelte sich dann im Laufe des Gesprächs eher zufällig die Idee, als Co-Trainer bei der U 23 einzusteigen. Wir stellten dann fest, das alles passt.

DFB.de: Als Profi bestritten Sie unter anderem 81 Bundesliga-Partien, außerdem 14 A-Länderspiele für Österreich. Was können Sie den Hoffenheimer Talenten mit auf dem Weg geben?

Ibertsberger: Die Erfahrungen, die ich während meiner Zeit als Spieler sammeln konnte, möchte ich natürlich an die Jungs weitergeben. Ich kann ihnen bei Mängeln helfen oder aber auch in schwierigen Situationen einen Ratschlag geben. Ich will ein Vorbild für sie sein.

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Ibertsberger: "Das Karriereende kam für mich nicht ganz überraschend"

DFB.de: Wie sehr hat sich Ihr Tagesablauf als Co-Trainer geändert?

Ibertsberger: Der Trainerjob ist intensiver. Ich bin nun noch eher am Platz und bereite das Training vor und nach. Als Spieler musste man sich meistens nur um die eigene Leistung Gedanken machen, als Teil des Trainerteams muss ich das große Ganze im Auge behalten.

DFB.de: Wie sieht Ihr Aufgabengebiet als Assistent von Marco Wildersinn aus?

Ibertsberger: Wir sind erst seit einer Woche im Training. Daher sind wir noch dabei, das genaue Aufgabengebiet abzustecken. Ich werde sicherlich die eine oder andere Trainingsgruppe während der Einheiten übernehmen. Außerdem steckt das gesamte Trainerteam bei personellen Entscheidungen die Köpfe zusammen. Das letzte Wort hat jedoch Marco Wildersinn.

DFB.de: Was sind Ihre Ziele mit der Mannschaft für die kommende Spielzeit?

Ibertsberger: Wir wollen auf keinen Fall so lange um den Klassenverbleib zittern wie in der abgelaufenen Saison. Wir streben vielmehr das obere Tabellendrittel an, denn mit dem U 19-Jahrgang, der gerade Deutscher Meister geworden ist, kommen einige gute Jungs zu uns. Über allem steht selbstverständlich die individuelle Ausbildung und Weiterentwicklung jedes einzelnen Spielers.

DFB.de: Nachwuchsdirektor Bernhard Peters sagte über Sie: "Andreas Ibertsberger ist mit der willensstarken 'Hoffenheim-Mentalität' genau der richtige Mann für diesen Job". Was meinte er damit?

Ibertsberger: Ich habe als Spieler in Hoffenheim immer alles gegeben. Aggressives Verteidigen gehörte für mich ebenso dazu, wie nach vorne und hinten zu arbeiten. Außerdem darf man als Spieler auch in schlechten Zeiten niemals den Kopf in den Sand stecken. Das möchte ich den Jungs vermitteln.

DFB.de: Hatten Sie bereits während Ihrer aktiven Zeit eine Trainerlaufbahn im Hinterkopf?

Ibertsberger: Der Job als Trainer war für mich immer eine von mehreren Möglichkeiten für die Zeit nach der Spielerkarriere. Dass es jetzt jedoch so schnell geht, damit habe ich selbst nicht gerechnet. Nun möchte ich erst einmal meine Trainerlizenzen erwerben.

DFB.de: Können Sie sich auch einen längeren Verbleib in Hoffenheim vorstellen?

Ibertsberger: Bei 1899 passt eigentlich alles. Wir haben auch in der Nachwuchsakademie sehr gute Arbeitsbedingungen. Doch darüber mache ich mir zunächst keine Gedanken. Ich habe einen Zweijahresvertrag, den ich erst einmal erfüllen möchte. Die Nähe zu meinem Wohnort Heidelberg ist natürlich ein Vorteil.

DFB.de: Ist ein Einsatz als spielender Co-Trainer bei der Hoffenheimer Reserve ausgeschlossen?

Ibertsberger: Dieses Szenario war in unseren Gesprächen überhaupt kein Thema. Das wäre zwar rein theoretisch möglich. Jedoch möchte ich mich auf meine Aufgabe als Co-Trainer konzentrieren.

Authors: DFB

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